Medienecho und einige Reaktionen
aus der Fachwelt
zur ersten Auflage:
(Titel: Das kastrierte Evangelium,
Die falsch übersetzte Bibel
und die Wiederentdeckung der Lust,
Kreuzlingen-München 1996)
DIE WELTWOCHE
"Wurde gemäß
Pinchas Lapide das Christusbild durch eine Entpolitisierung entscheidend
verengt, so argumentiert nun Dietl-Zeiner umgekehrt, dass der gewalttätige
Aspekt dem evangelischen Heiland hinzugefälscht wurde - und zwar
ebenfalls durch gezielte Übersetzungsfehler. Der Wiener Theologe
überprüft sytematisch die kritischen Bibelstellen und findet
im Rekurs auf die griechischen Manuskripte tatsächlich Übersetzungsalternativen
bzw. -verbesserungen, welche die Messiasfigur von einigen Widersprüchen
säubern helfen. ...
... Solche Übersetzungsfehler, insistiert Dietl-Zeiner, sind
keine zufälligen Irrtümer oder Mißverständnisse,
sondern haben Absicht und System: Sie stützen die Institution
Kirche. ...
... Sicher ist jedenfalls, daß Dietl-Zeiners Korrekturen die
Message des neutestamentarischen Evangeliums, die Frohe Botschaft
vom kommenden Gottesreich, homogenisieren und einige peinliche Widersprüchlichkeiten
ausräumen könnten. Und seine These, die Kirche manipuliere
sich das Evangelium nach eigenen Interessen zurecht, erhält durch
die bereits jahrhundertealte Tradition der kritischen, disserdenten
Theologie kräftig Sukkurs."
Adi Sollberger, Die Weltwoche, Züricher Wochenzeitung ( Deutschland
), Nr.5/30.Jänner,1997
PUBLIK FORUM
"Dass die christliche und vor
allem die römische Kirche die Botschaft Jesu schlecht in die
Tat umgesetzt hat, liegt nach Ansicht des Verfassers zum einen daran,
dass die Übersetzungen des griechischen Neuen Testaments schwerste
Fehler enthalten. ...Mitschuldig daran ist, so der Autor, Paulus,
der seinerseits von der jüdischen Sekte der Essener ... beeinflußt
war. Für die Misere der heutigen Kirche gibt es somit zwei Hauptschuldige:
die Fehlübersetzer und den essenischen Paulus. ... Das Buch besticht
durch seinen Einfallsreichtum."
+Univ.-Prof. Dr. Herbert Haag, Publik-Forum (Deutschland), Nr.8/24.April,1998
PUDIUM –INFORMATIONEN
Katholischer Theologe fordert Korrektur
der Bibel
Gottesfurcht - das erwartet die Bibel
seit eh und je und so schallt es bis heute von der Kanzel. Das Resultat:
Die Gläubigen nehmen Reißaus vor den pessimistischen, lust-
und leibfeindlichen Botschaften der Kirche. Wörtlich übersetzt
heißt Evangelium jedoch "Frohe Botschaft". Wie passt
das zusammen? Gar nicht, meint der katholische Theologe Johannes Dietl-Zeiner
und verlangt die Korrektur der Bibel! In einem detaillierten Streifzug
durch die gesamte Kirchengeschichte entwirrt der Autor das "Labyrinth
der kirchlich autorisierten Übersetzungsfehler in den Schriften
des Neuen Testaments". Dietl-Zeiners wichtigster Grundsatz: Jede
Übersetzung muss unbeeinflußt von kirchlichen Institutionen
vom Evangelium Jesu hergeleitet werden. In "Das kastrierte Evangelium"
veröffentlicht er die Ergebnisse seiner "theologischen Ausgrabungen".
Podium - Informationen, Themen und Meinungen, Evangelisch-methodistische
Kirche ( Deutschland ), Nr.8/August 1997
MAINPRESSE
Die Bibel neu bewertet - Schrecken
der Frohbotschaft
Hat Jesus Schrecken verbreitet oder tatsächlich eine "frohe
Botschaft" verkündet?
Zumindest nachdenken sollte man über das, was der österreichische
Theologe Dietl-Zeiner über die bisher gültigen Bibelübersetzungen
sagt:
Seit 1600 Jahren grassieren haarsträubende Übersetzungsfehler,
die immer wieder übernommen und bei der jüngsten Einheitsübersetzung
von 1980 auch nicht ausgemerzt wurden. Das Neue Testament eine "frohe
Botschaft", die in manchen Passagen Schrecken verbreitet, wie
er im altgriechischen Urtext so nicht steht und Jesus so auch nicht
gesagt haben kann. ... Der Autor begründet ausführlich seine
Behauptungen und bietet eine breite Auswahl seiner Übersetzung.
Und diese ist menschen-freundlicher und verständlicher als manche
uns bisher von Jugend an vorgesetzte Textstelle.
Mainpresse ( Deutschland ), Würzburg, 21.November 1996
WIENER LEHRERZEITUNG
"... Der Autor prüft die Texte der Übersetzungen
der Heiligen Schrift exegetisch und philologisch, exegetisch-historisch
und philologisch-grammatikalisch und führt so gedanklich den
Beweis für seine Behauptung, dass Fehler in den verschiedenen
Fassungen existieren. Die Art und Weise, wie er an diese komplizierte
Sache herangeht ist insofern beeindruckend, dass er die sachliche
Ebene nie aufgibt. In seinen Ausführungen merkt man ständig,
dass hier einer schreibt, dem die Frohe Botschaft Jesu wirklich am
Herzen liegt. Der Inhalt ist publizistisch geschickt und spannend
strukturiert. Auch wenn man kein Bibelforscher ist, wird man unweigerlich
in den Bann der historischen und religiösen Dimension hineingezogen.
... Ein besonders interessantes Buch für jene, die das Werden
der Bibel einmal anders lesen möchten. Ein Buch für Christen
und jene, die es werden wollen, oder vielleicht wieder werden wollen.
Die Auseinandersetzung mit diesem Buch sollte geführt werden
und zu vielen Gesprächen Anlaß geben.
Die Frohe Botschaft ist unsterblich aber der wissenschaftlichen Auseinandersetzung
stets zugänglich.
Dietl-Zeiner bringt mit seinem Buch einen neuen Impuls, über
Stellen der Heiligen Schrift nachzudenken, deren Unlogik, mit der
wir zu leben gelernt haben, möglicherweise erst durch die Übersetzungen
entstanden ist"
Prof.Dr.Mag. Heribert Schopf, Wiener Lehrerzeitung (Österreich),
Dezember 1996