Die Zahl der Kirchenaustritte
wächst. Suchende Menschen fallen dubiosen Ersatzreligionen
und machtbessenen Gurus in die Hände. Fanatischer Fundamentalismus
breitet sich aus. Die institutionellen Probleme wachsen.
Jedoch darf die Ursache
für den Ruf nach Reform nicht einfach beim "ungehorsamen
Kirchenvolk" gesucht werden. Um das Christentum
aus dieser zutiefst beunruhigenden Situation befreien
zu helfen, stelle ich die Kirchen vor die größte Herausforderung
seit vielen Jahrhunderten: Ich rufe zur "Korrektur"
der Bibel in den vier Evangelien auf! Meine These lautet:
Jesus redete nicht unklare
und verwirrende Dinge, wie uns herkömmliche Bibelübersetzungen
glauben machen wollen! Seine gesamten Worte in den vier
Evangelien wollen die Menschen zu allen Zeiten in ihrer
Alltagssituation ansprechen und sind daher weit weg
von Realitätsferne.
Seine Worte in der
griechischen Urfassung möchten uns in der Tiefe
unseres Herzens froh machen!
Was seit 1600 Jahren falsch,
weil verwirrend und unlogisch übersetzt wurde, müsste
heute ohne Zögern von der Bibelwissenschaft der
christlichen Kirchen weltweit korrigiert werden, um
die Glaubwürdigkeit und Verständlichkeit dieser
alten Texte wiederherzustellen, aber auch um die repressive
"Bibel-Moral" zu beenden, die so lange schon
weite Kreise in der Weltgesellschaft gezogen hat.
Ich lege als freier und
interkonfessioneller Bibelwissenschaftler Beweise
vor, dass nach textkritischer Analyse bestimmte
Bibelstellen ( die in ihrer herkömmlichen
Übersetzung bis jetzt zwar für die Erhaltung bestimmter,
jedoch veränderbarer Elemente des gegenwärtigen
Kirchen-Systems (Zölibat, Verweigerung der Ordination
und Weihe von Frau zu Priesterinnen, ... ) als Stütze
gebraucht werden ) auch - anders,
als in bisheriger Weise und dennoch grammatikalisch-
philologisch korrekt übersetzt werden
können.
Hat der Urtext von seinem
Sinn und Verständis her anders gelautet als wir
ihn von unserer Kindheit her kennen?
Ja, Jesu Worte sagen
ganz etwas anderes aus!
Ich bringe eine große
Anzahl von Textstellen, beschreibe sie in ihrem
Textzusammenhang und stelle bekannte herkömmliche
Übersetzungen ( Vulgata, Einheitsübersetzung,
die neue Luther-Bibel, King-James-Version, u.a.
) meiner Fassung gegenüber.
Mit diesen Ergebnissen
meiner Forschung zeige ich auch Tendenzen
in diesen herkömmlichen Übersetzungen auf, die offensichtlich
dem gegenwärtigen, jedoch veränderbaren Kirchen-
System (vor allem der römisch-katholischen Kirche)
ein Fundament bereiten, aber dennoch nicht
dem Geist Jesu in der Urkirche entsprechen:
- Ehe- und Partnerschaftsfeindlichkeit
- Sexual-und Leibfeindlichkeit
- Frauenfeindlichkeit
- Unterdrückung und Bevormundung
- autoritäre und hierachiesüchtige
Denkstrukturen
- Reichtumsfeindlichkeit
- Angst und Furcht vor Gott